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Baltikum-Roadtrip: Kleine Annehmlichkeiten mit großer Wirkung

Litauen, Lettland und Estland sind allesamt noch nicht allzu touristisch. In allen drei Ländern liegen jenseits der Straße vor allem Wiesen, Wälder und Felder. Es gibt wenige Städte und selbst die sind selbst im Sommer nicht überlaufen (mit Ausnahme von Talinn). Neben Ruhe und Entschleunigung haben uns ein paar kleine Details im im Roadtrip-Alltag mit Kindern Freude bereitet.

Vilnius, die unentdeckte Hauptstadt (mit Bildergalerie)

Schon auf den schier endlosen Landstraßen Litauens haben wir gemerkt, dass außer uns kaum Camper unterwegs sind, ja nicht einmal Autos mit fremden Kennzeichen. Doch in der Hauptstadt Vilnius merken wir erst so richtig, was es bedeutet, einen touristisch noch weitgehend unentdeckten Ort zu erkunden. Vilnius hat alles, was andere europäische Hauptstädte längst verloren haben: Authentizität, Charme, Kultur und Köstlichkeiten — und das ohne viel Aufhebens darum zu machen. Uns ist schnell klar: Wir sind total verliebt in Litauens Hauptstadt.

Lost Place im Dahner Felsenland

Der alte Wachturm versteckt sich hinter Bäumen und Gestrüpp, die Gebäude dahinter sind mit Graffiti beschmiert. Es dauert einen Moment, bis wir ihre Umrisse im sommerlichen Grün ausgemacht haben. Dabei stehen wir schon fast davor. Die „Area 1“ ist eine Denkmalzone im Dahner Felsenland in Rheinland-Pfalz nahe der französischen Grenze und heute ein Lost Place. Früher wurde hier militärische Sondermunition gelagert. 

Kurzurlaub: Schengen sei Dank

Schengen sei Dank konnten wir im Kurzurlaub ganz einfach in unser Nachbarland Luxemburg fahren. Warum das ohne Kontrollen möglich ist, wird im Schengen-Museum erklärt. Vor zwei Jahren haben wir es schon einmal besucht, doch seitdem wurde groß renoviert. Unten in der Mosel liegt inzwischen außerdem das ebenfalls vollständig modernisierte originale Schiff, auf dem das geschichtsträchtige Abkommen 1985 unterzeichnet wurde.

Die kleinen Momente einer Reise

Es sind nicht immer die großen Sehenswürdigkeiten, die am Ende einer Reise am meisten im Gedächtnis bleiben. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die uns Verbindung spüren lassen. Zum Beispiel, wenn wir auf einen Stellplatz kommen, den wir in den letzten Jahren schon dreimal besucht haben. Vor meinem inneren Auge sehe ich unsere Kinder, wie sie noch vor zwei Jahren aussahen und dort gespielt haben. Dann muss ich schlucken, denn ich kann sehen, was sich in dieser kurzen Zeit alles verändert hat.

Weihnachten auf dem Bauernhof in Italien

Weihnachten feiern wir dieses Jahr in Umbrien. Auf einem Spielplatz picknicken wir mit den Köstlichkeiten, die wir davor bei unserem traditionellen Weihnachtseinkauf ausgesucht haben.  Danach fahren wir zu einem kleinen Bauernhof-Campingplatz, wo wir für zwei Weihnachtstage herzlich empfangen werden. Den ersten Weihnachtsfeiertag verbringen wir mit einer abenteuerlichen Wanderung in ein höher gelegenes Bergdorf.

Regentag in Florenz

Am Tag vor Weihnachten haben wir Florenz besucht. Eigentlich mehr eine Verlegenheitslösung, um einen Regentag auf dem Weg Richtung Rom zu überbrücken. Ein zentrumsnaher Wohnmobilstellplatz kam uns dafür gelegen. Mit vier Kindern im Schlepptau war der Fußweg ins Zentrum auf den schmalen Gehwegen an stark befahrenen Straßen kein Spaziergang. Dort angekommen war zu dieser Jahreszeit aber wenigstens nicht so viel los.