Wir waren schon vor ein paar Tagen in Lettlands Hauptstadt Riga. Doch weil sich unser Sohn dort auf dem Spielplatz den Arm gebrochen hat, kam ich nicht zum Schreiben.
Armbruch in Riga (mit Hauptstadt-Bildergalerie)

Zu sechst im Campingbus

Wir waren schon vor ein paar Tagen in Lettlands Hauptstadt Riga. Doch weil sich unser Sohn dort auf dem Spielplatz den Arm gebrochen hat, kam ich nicht zum Schreiben.

Kürzlich haben wir die estnische Hauptstadt Tallinn besucht, die inzwischen auch außerhalb des Baltikums als Urlaubsziel bekannt ist. Das ist leicht zu erkennen an gleich mehreren Kreuzfahrtschiffen, die vor der Stadt ankern.

Der Regen peitscht auf unsere Windschutzscheibe, rechts und links der Autobahn liegen nur saftig grüne Felder und Nadelwälder. Bisweilen sehen wir ein paar Häuschen. Wir sind auf dem Weg in den Sommerurlaub ins Baltikum und gerade durchqueren wir Polen — mit einem Zwischenstopp in der Hauptstadt.

Am Tag vor Weihnachten haben wir Florenz besucht. Eigentlich mehr eine Verlegenheitslösung, um einen Regentag auf dem Weg Richtung Rom zu überbrücken. Ein zentrumsnaher Wohnmobilstellplatz kam uns dafür gelegen. Mit vier Kindern im Schlepptau war der Fußweg ins Zentrum auf den schmalen Gehwegen an stark befahrenen Straßen kein Spaziergang. Dort angekommen war zu dieser Jahreszeit aber wenigstens nicht so viel los.

Bestimmten weltbekannten Sehenswürdigkeiten haben wir bisher wenig Beachtung geschenkt, auch wenn uns unsere Roadtrips immer mal wieder in ihre Nähe führen. Tickets für Schloss Neuschwanstein etwa: viel zu kompliziert und unspontan. Doch in diesen Herbstferien ist es erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit wir den schiefen Turm von Pisa und die wohl kleinste Pastafabrik Italiens besuchen können.

In den letzten Tagen haben wir mit Sebastians Vater Brno und Olomouc erkundet. Er wohnt in der Nähe von Prag und ist uns entgegengefahren. In Olomouc konnten sich die Kinder in der Touristeninformation eine Karte für eine Schnitzeljagd zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten holen. Wer alle Hinweise gesammelt hat, bekommt ein Geschenk.

Wir sind bei unseren Reisen durch Frankreich schon so oft an Avignon vorbeigefahren, dass wir uns diesmal dachten: Es ist Zeit für eine Stadtbesichtigung. Immerhin haben hier im Mittelalter Päpste residiert. Außerdem haben wir uns das römische Aquädukt „Pont du Gard“ angesehen, das ganz in der Nähe ist.

In Wien fühlen wir uns zuhause. Ich weiß nicht, warum manche Städte so viel einladender sind als andere. Doch wir haben eine Theorie: Es sind nicht die Größe, die Sehenswürdigkeiten oder das kulturelle Angebot, sondern die Bereiche des alltäglichen Lebens, die entscheiden. Funktionieren sie, funktioniert auch die Stadt. In Wien hat alles funktioniert, vom Nahverkehr bis zum perfekten Wohnmobilstellplatz für Touristen.

Da wir in der Gegend waren, haben wir uns das Mini-Land San Marino angeschaut. Es liegt, umgeben von Italien, auf einem Berg, der den passenden Namen „Titan“ trägt. Die imposante Silhouette mit den drei Gipfeln, auf denen jeweils eine mächtige Burg thront, sehen wir schon von Weitem. Doch erst aus der Nähe, beim Spaziergang durch die Altstadt auf dem Bergrücken, verstehen wir wirklich, wie das kleine Land sich unabhängig halten konnte.

Es ist nun schon eine Weile her, dass wir Quedlinburg im Landkreis Harz besucht haben. Da ich zu der Zeit fiebrig war, habe ich die Stadtbesichtigung gar nicht mitgemacht. Bekannt ist der Ort als Weltkulturerbestadt mit über 2000 Fachwerkhäusern. Zum Glück hatte Sebastian die Kamera dabei.