Armbruch in Riga (mit Hauptstadt-Bildergalerie)

Wir waren schon vor ein paar Tagen in Lettlands Hauptstadt Riga. Doch weil sich unser Sohn dort auf dem Spielplatz den Arm gebrochen hat, kam ich nicht zum Schreiben. Das Ganze war Glück im Unglück. Statt irgendwo in einem Dorf an der Ostseeküste waren wir in der Großstadt, wo man per App ein Taxi bestellen kann und das Kinderkrankenhaus super modern ist. Doch zurück zu Riga: Vielleicht hat auch der überaus charmante Wohnmobilstellplatz im Garten einer Kirchengemeinde etwas damit zu tun, aber die Stadt hat uns gut gefallen.

Der gebrochene Arm wurde im Kinderkrankenhaus in Riga geröntgt und eingegipst.

Ein gemütliches „Zuhause“ zu haben, wo unser Auto nach einem langen Tag in der Start auf und wartet, sorgt gleich für ein besseres Gefühl. Was für ein Glück, dass in Riga eine Kirchengemeinde einen lauschigen Hinterhof mit Wiese und alten Obstbäumen für Camper bereitstellt. Von dort aus ist es zwar ein längerer Fußweg in die Stadt, aber es lohnt sich, ihn nicht mit dem Bus abzukürzen. Denn hier etwas abseits der Innenstadt finden sich viele schöne Bars und Cafés, in denen fast nur Einheimische sitzen. 

Überrascht haben uns die vielen abgeklebten Fenster und leeren Schaufenster. Obwohl Riga die Hauptstadt ist, gibt es hier recht viel Leerstand. In der Innenstadt merkt man davon jedoch nichts. Hier sind viele Menschen unterwegs und überall locken Geschäfte und Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Herrliche Parks entlang des Flusses bieten an Sommertagen Schatten unter alten Bäumen. 

Obwohl in Riga Touristen unterwegs sind, fühlt es sich nicht überlaufen an. Und auch die Preise sind vernünftig, wenn mann um typische Touristenfallen einen Bogen macht. Einzig die Museen haben wir bei unserem Stadtbesuch fast völlig ausgespart, um mehr Zeit zum Bummeln zu haben. Ausnahme: Das kostenfrei Militärmuseum. Neben der Ausstellung bietet es auch saubere Toiletten und einen Trinkbrunnen.

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