Besuch in Estlands Universitätsstadt Tartu

Tartu ist die zweitgrößte Stadt Estlands und Sitz der einzigen Volluniversität des Landes mit 13.000 Studenten. Auf dem Weg nach Talinn haben wir einen Stopp eingelegt — und sie an einem sonnigen Samstag im Juli eher als verschlafenes Kaff denn als Studentenstadt erlebt. Die Straßen und Plätze waren wenig besucht, obwohl viele Cafés ihre Stühle draußen hatten. Selbst auf dem Spielplatz im Park waren wir fast alleine.

Ähnlich wie andere Städte, die wir im Baltikum gesehen haben, bietet Tartu eine spannende Architektur, die an wohlhabende Zeiten sowie an den Sozialismus erinnert. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Brunnen vor dem Rathaus, auf dem zwei Liebende verewigt sind. Hier haben zumindest ein paar wenige Touristen für ein Foto posiert. 

Interessanter ist da wahrscheinlich das estnische Nationalmuseum, das wir leider aus Zeitmangel nur von außen gesehen haben. Schade, denn das Gebäude macht etwas her und die Ausstellung hätte uns auch gereizt. Auf Roadtrip-Reisen können wir oft nicht alles haben.

Wir haben uns für den Weg Richtung Nordküste und einen Nachmittag mit Baden und Kanufahren am Ufer des riesigen Peipus-Sees entschieden. Und mit Blick auf das in der Sonne glitzernde Wasser, das bis zum Horizont reicht (und dahinter bis nach Russland hinein), muss ich sagen, das war auch eine gute Wahl.

Der Campingplatz direkt am See ist übrigens sehr zu empfehlen. Einfach, zweckmäßig, günstig und doch idyllisch — Minimalismus, wir wir ihn lieben. 

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