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Fotogalerie: Zwischen Industrie und Kunst im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland vereint zwei große Themen: Industriegeschichte und Kunst. Die immer wechselnden Kunstausstellungen sind in die rohen, rostbraunen Stahl- und Backsteinstrukturen der ehemaligen Eisenhütte eingebettet, zum Teil sogar verwoben mit ihnen. Das Gelände ist weitläufig, unüberschaubar. Doch selbst an den entlegensten Ecken blitzt plötzlich aus dem immer gleichen Braun und Grau der verlassenen Gebäude eine andere Farbe hervor, die uns anlockt, näher zu kommen.

Lost Place im Dahner Felsenland

Der alte Wachturm versteckt sich hinter Bäumen und Gestrüpp, die Gebäude dahinter sind mit Graffiti beschmiert. Es dauert einen Moment, bis wir ihre Umrisse im sommerlichen Grün ausgemacht haben. Dabei stehen wir schon fast davor. Die „Area 1“ ist eine Denkmalzone im Dahner Felsenland in Rheinland-Pfalz nahe der französischen Grenze und heute ein Lost Place. Früher wurde hier militärische Sondermunition gelagert. 

Festungsbesichtigung im Elsass

Am Karfreitag ist auch im Elsass wenig los. Die Geschäfte bleiben geschlossen oder schließen schon früh. Eine gute Gelegenheit, um sich mit den Kindern die Feste Kaiser Wilhelm II. anzusehen. Die Anlage wurde vor dem Ersten Weltkrieg von den Deutschen erbaut und erstreckt sich über ein riesiges Gelände. Wir laufen durch die fensterlosen Gänge und Räume unter der Erde und sehen Küche, Backstube, Schlafraum, Latrine und Lazarett. Alles kahl und bedrückend.

Spaziergang durchs Regierungsviertel in Bonn

Für unser Campingwochenende haben wir uns als Ziel Bonn ausgesucht. Der ehemalige Regierungssitz hat viel zu bieten und wir können mit den Kindern über die deutsche Geschichte reden. Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch zwei Werksverkäufe, um Proviant für den Stadtbummel zu besorgen. Die Hoffnung ist, dass die Kinder vollgestopft mit Süßigkeiten dann gerne mit uns laufen wollen.

Bedrückende Leere am ehemaligen Grenzübergang zwischen Ost und West

Nach ein paar ruhigen Tagen bei Verwandten im Erzgebirge, wo nur die Bäume rauschen, sind wir weitergefahren nach Sachsen-Anhalt. Dort liegt die Gedenkstätte Marienborn. Hier war während der deutschen Teilung der wohl bedeutendste Grenzübergang, denn von dort ging es von Westdeutschland auf kürzestem Weg nach West-Berlin. Heute sind die stillgelegten Anlagen ein Freilichtmuseum.