27 Mal über eine Landesgrenze — an nur einem Tag. Wie das geht? In einer ganz besonderen Stadt in Belgien. Oder eher in den Niederlanden. Nein, Belgien. Niederlande!
27 Landesgrenzen an nur einem Tag

Zu sechst im Campingbus

27 Mal über eine Landesgrenze — an nur einem Tag. Wie das geht? In einer ganz besonderen Stadt in Belgien. Oder eher in den Niederlanden. Nein, Belgien. Niederlande!

In Wien fühlen wir uns zuhause. Ich weiß nicht, warum manche Städte so viel einladender sind als andere. Doch wir haben eine Theorie: Es sind nicht die Größe, die Sehenswürdigkeiten oder das kulturelle Angebot, sondern die Bereiche des alltäglichen Lebens, die entscheiden. Funktionieren sie, funktioniert auch die Stadt. In Wien hat alles funktioniert, vom Nahverkehr bis zum perfekten Wohnmobilstellplatz für Touristen.

Langsam ist mir schwindelig vor lauter U-Bahnen, Fußgängerzonen, Häuserschluchten, Shoppingmeilen, Donaubrücken. Vor lauter Stadt. Denn in den letzten Tagen haben wir gleich drei Hauptstädte an der Donau besucht: Bratislava in der Slowakei, Budapest in Ungarn und Wien in Österreich. Aber der Reihe nach.

Da wir in der Gegend waren, haben wir uns das Mini-Land San Marino angeschaut. Es liegt, umgeben von Italien, auf einem Berg, der den passenden Namen „Titan“ trägt. Die imposante Silhouette mit den drei Gipfeln, auf denen jeweils eine mächtige Burg thront, sehen wir schon von Weitem. Doch erst aus der Nähe, beim Spaziergang durch die Altstadt auf dem Bergrücken, verstehen wir wirklich, wie das kleine Land sich unabhängig halten konnte.

Auf dem Rückweg von der iberischen Halbinsel haben wir Frankreich zügig durchquert, um nach Italien zu kommen. Monaco war ein unterhaltsamer Zwischenstopp.

Wir sind schon einmal ganz knapp an Andorra vorbeigefahren. Das war auch im Winter. Diesmal wollten wir uns das kleine Land in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich unbedingt anschauen. Und es hat uns richtig gut gefallen.

Ronda ist eine malerisch gelegene Stadt in Andalusien. Ihre Besonderheit ist eine tiefe Schlucht, die sich mitten zwischen den Häusern auftut. Eine gewaltige Brücke führt darüber. Vom Campingplatz aus sind wir voller Vorfreude losmarschiert. Doch schon bald hat die Stadt uns mehr genervt als begeistert.

Die Altstadt von Sevilla gilt als eine der schönsten in Europa. Einen Stadtbummel hatten wir daher seit Längerem fest eingeplant. Doch die Logistik, um mit den Kindern nach Sevilla hinein zu kommen, hat es in sich. Besonders, wenn man sein fahrendes Zuhause nicht irgendwo auf einem öffentlichen Parkplatz stehen lassen möchte.

An der Meerenge, wo das Mittelmeer in den Atlantik übergeht, liegt Gibraltar. Für uns war der von Festungsanlagen durchzogene Fels, ein britisches Überseegebiet, ein lang erwartetes Ziel. Doch die Stadt am Fuß des Berges ist eigentlich wie jede andere britische Touristenstadt. Mit dem Unterschied, dass fast jeder, der hier in einem der Geschäfte arbeitet, Spanier ist.

Porto ist für uns nicht nur ein Touristenhighlight, das wir unbedingt sehen wollten. Meine Firma hat dort auch einen Standort, den ich besuche. So kommen das Schöne und das Nützliche zusammen. Ich will hier gar keinen Reiseführereintrag über die Stadt schreiben, sondern lasse lieber Bilder sprechen. Denn eins ist Porto ganz gewiss — sogar im Winter und bei Nebel: Wunderschön.