Notiert nach über einem Monat in Norwegen.
Fünf Dinge, die wir auf Reisen vermissen

Zu sechst im Campingbus

Notiert nach über einem Monat in Norwegen.

Die letzten zwei Nächte standen wir am Meer. Für die Kinder sind Strände wie Spielplätze mit endlosen Möglichkeiten. Aber noch besser ist es, wenn sie sich nebenbei auch noch mit Essen versorgen können. Mancherorts gibt es jetzt gerade perfekt reife wilde Himbeeren, Walderdbeeren und Blaubeeren.

Auf dem Weg zum Stellplatz haben wir einen Stopp bei einer Bäckerei eingelegt, um ein Überraschungspaket abzuholen. Bestellt haben wir das Essen mit der App „Too Good to Go“. Eigentlich wollte ich über die App überhaupt nicht schreiben, weil es im Moment jeder tut, aber nun kommt er doch: der Spartipp für Snacks auf dem Roadtrip.

Wir haben den Montblanc nicht gesehen. Die Aussicht vom Stellplatz in den französischen Alpen war gut, aber der Himmel blieb grau. Die Wolken sind immer wieder bis zu uns heruntergesunken und haben uns wie in Watte gepackt. Aber eigentlich soll es in diesem Beitrag um etwas anderes gehen. Es soll darum gehen, wie es ist, mit kranken Kindern im Campingbus zu reisen.

Es ist erstaunlich, welche Orte man unerwartet zum zweiten Mal besucht. An Heiligabend haben wir in Frankreich im gleichen Geschäft eingekauft wie vor einem Jahr. Die vertrauten Orte lassen zwei Realitäten übereinanderfallen. Eine Familie im Campingbus vor einem Jahr und heute. Eine Familie, für die sich seitdem viel verändert hat.

In Marktredwitz nahe der tschechischen Grenze genießen wir einen sommerlichen Nachmittag. Über Ostern steht ein Familientreffen in der Nähe von Karlsbad an.

Wie habe ich es vermisst: Wenn es so warm ist wie hier in Martigues an der Mittelmeerküste nahe Marseille, dann können sich die Kinder endlos draußen beschäftigen.

In Brügge reihen sich Chocolaterien und Cafés aneinander, im Minutentakt sehen wir Boote voll mit Touristen auf den Kanälen fahren. Erst als wir dem Trubel entkommen sind, finden wir die Ruhe, die Stadt zu genießen.

Zuhause fahren wir andauernd mit den Kindern Fahrrad. Das heißt, wir fahren und die Kinder sitzen alle im Lastenrad und schauen raus. Doch tausend Kilometer in Deutschland konnten uns nicht auf Amsterdam mit dem Fahrrad vorbereiten.

Alkmaar ist Darmstadts Partnerstadt in den Niederlanden. Obwohl etwas weniger Menschen dort leben als in Darmstadt, ist die Stadt wie ein Bienenstock: voller Aktivität, lebendig und wuselig. Die Gassen der Altstadt sind klein, die Kanäle ziehen sich, träge und trüb, hindurch.