Wir sind auf dem Jahrmarkt gelandet. Oder eigentlich: Auf dem Frühlingsmarkt in Weilmünster. Dabei haben wir hier keinen Rummel gesucht, sondern nur einen Stellplatz für eine Nacht.
Wie auf dem Jahrmarkt

Zu sechst im Campingbus

Wir sind auf dem Jahrmarkt gelandet. Oder eigentlich: Auf dem Frühlingsmarkt in Weilmünster. Dabei haben wir hier keinen Rummel gesucht, sondern nur einen Stellplatz für eine Nacht.

Es ist gerade viel Unerfreuliches los in der Welt. Themen, die zuhause, umgeben von Nachrichten- und Sorgenquellen, allgegenwärtig auf unseren Schultern lasten. Die Zukunft scheint unsicherer denn je. Ein guter Zeitpunkt, um für einige Tage in eine andere Welt einzutauchen — und das Handy beiseite zu legen.

Dieses Wochenende verbringen wir von Freitag bis Montag im Odenwald. Was wir bisher entdeckt haben? Eine kleine Eisenbahn, eine große Festung — und Landschaften so schön und grün wie von einer Postkarte.

So schnell ist die Reise wieder zu Ende. Wegen der Coronasituation sind wir lieber schnell nach Hause gedüst. Zuerst aber haben wir noch Weihnachten im Auto gefeiert.

So geht sie zu Ende, die Reise. Mit sehr viel Zeug, das wir aus unserem Bus ausladen. Jetzt, da wir alles im Wohnzimmer ausgebreitet haben, kommt es uns fast so vor, als könne unser Auto unmöglich für all diese Dinge Platz bieten. Und doch war all das und noch einiges mehr darin verstaut.

Noch einmal schlafen, dann geht es zurück. Zeit für eine Rückschau auf mehr als 60 Orte, an denen wir übernachtet und gelebt haben.

Wenn wir einen unbekannten Stellplatz anfahren, den wir in unserer App gesehen haben, finden wir manchmal unerwartet viel mehr als nur einen Parkplatz zum Übernachten. So war es auch gestern.

So langsam wird uns bewusst, dass wir bald wieder nach Hause kommen werden. In ein Leben, das uns zu groß geworden ist in diesen fast drei Monaten im Campingbus. Wir haben überlegt, was aus dem Blog werden soll, und eine Entscheidung getroffen.

Inzwischen sind wir wieder in Deutschland. Zwar nerven manche Dinge hier gewaltig. Zum Beispiel, wie kompliziert es manchmal ist, einen Wohnmobilstellplatz zu bezahlen. Anderes haben wir sehr vermisst, wie zum Beispiel einen schönen Tag im Hallenbad oder einen guten Spielplatz.

In zwei Tagen auf Norderney haben wir die schönsten Seiten des Insellebens entdeckt: Guten Tee, tolle Dünen, Wellenreiten und den bislang besten Spielplatz der Reise.