In der österreichischen Steiermark gibt es an jeder Ecke lokale Lebensmittel-Hersteller, die ihre Türen für Besucher öffnen. Auf dem Rückweg aus den Ferien sind wir wieder einmal schwach geworden und haben in der Nähe des regionalen Wahrzeichens, der Riegersburg, zwei von ihnen besichtigt. Mit Essig und Schokolade geht der Roadtrip langsam zu Ende.
Bei der Manufaktur Gölles konnten wir uns ansehen, wie verschiedene Essige und Obstbrände aus regionalen Obstsorten entstehen. Der Star des Portfolios ist der Apfel-Balsamessig, dunkel und samtig, den man neben einigen anderen Kostproben beim Rundgang durch die Manufaktur probieren kann. Die Kinder waren begeistert, auch wenn sich bei manchem Probelöffelchen die Gesichter ob der Säure zusammengezogen haben.
Beeindruckend sind die gelagerten Fässer, in denen der Essig heranreift. Hier lernen wir zum Beispiel die Essigmutter kennen. Infotafeln und Videos sowie der Audioguide zeigen anschaulich, wie die Bakterien im Essig arbeiten. Sowieso sind die gesamte Ausstellung und die Gebäude sehr ansprechend gestaltet, so dass wir uns rundum wohlfühlen. Am Ende dürfen noch die Edelbrände probiert werden (natürlich nur von den Erwachsenen).
Zum dritten Mal bei Zotter
Am Folgetag haben wir zum bereits dritten Mal die Zotter-Erlebniswelt bei der gleichnamigen Schokoladenfabrik besucht. Diesmal außerhalb der österreichischen Ferien, so dass kaum Besucher da waren. Während des langen Rundgangs konnten wir uns in Ruhe durch die Probierstationen schlemmen, wo von den Rohstoffen (zum Beispiel Milchpulver) bis zu den fertigen Schokoladenkreationen fast alles verkostet werden darf.
Wer schon etwas Erfahrung hat, hebt sich noch Appetit bis zum Schluss auf, um dort die in Schokolade gehüllten Nüsse und Früchte zu probieren, die in kleinen, rotierenden Trommeln fröhlich vor sich hin kullern, bis wir sie mit der Zange herausfischen. Überall in der Erlebniswelt wird auf eine extravagante Darreichung der Schoko-Häppchen Wert gelegt. Mal hebt ein Roboterarm sie auf, mal schweben sie auf Gondeln an einer Leine vorbei.
Weiter geht es nach dem Schokoladengenuss zum Glück an der frischen Luft im sogenannten „Essbaren Tiergarten“. Die weitläufige Anlage ist eine Bio-Erlebnis-Landwirtschaft, in der Tiere gehalten und regionale Obst- und Gemüsesorten angebaut werden. Die Erzeugnisse werden unter anderem in der hauseigenen Gastronomie verwendet. Außerdem gibt es viele verschiedene Spielplätze — einige sind seit unserem letzten Besuch neu dazugekommen, eine schöne Überraschung.
Nachdem wir auch alle Spiele ausprobiert haben, ist unser letzter Stopp der Shop neben dem Café, wo es noch eine allerletzte Verkostung gibt. Dort sehen wir den Gründer der Firma, Josef Zotter, seinen Kaffee trinken. Die Kinder erkennen ihn sofort aus dem Video, das zu Anfang des Schoko-Rundgangs läuft. Es ist wirklich alles authentisch.
