Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland vereint zwei große Themen: Industriegeschichte und Kunst. Die immer wechselnden Kunstausstellungen sind in die rohen, rostbraunen Stahl- und Backsteinstrukturen der ehemaligen Eisenhütte eingebettet, zum Teil sogar verwoben mit ihnen. Das Gelände ist weitläufig, unüberschaubar. Doch selbst an den entlegensten Ecken blitzt plötzlich aus dem immer gleichen Braun und Grau der verlassenen Gebäude eine andere Farbe hervor, die uns anlockt, näher zu kommen.
Die Kunst zieht uns genauso an wie die grobschlächtigen, überdimensionalen Abluftrohre, die Kessel, die Hochöfen. Die Natur hat sich große Teile der Anlage in den letzten 40 Jahren seit der Stilllegung zurück erobert. Doch es lässt sich durch Videos und Infotafeln dennoch nachvollziehen, wie die ganze Stadt Völklingen im Einklang mit dem unerbittlichen Takt der Maschinen ihren Aufschwung erlebte — und nach der Schließung auch ihren Fall.
